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Claude Code ohne ständige Freigaben auf dem Mac nutzen

10. September 2026 · Read in English

Claude Code fragt beim Arbeiten ständig nach: diese Datei lesen, jenen Befehl ausführen, dieses Verzeichnis anlegen. Wer das hundertmal am Tag wegklickt, liest irgendwann nicht mehr hin. Die offizielle Notlösung heißt claude --dangerously-skip-permissions — damit läuft der Agent komplett ohne Rückfrage, mit deinen vollen Nutzerrechten: einschließlich ~/.ssh, Schlüsselbund und Cloud-Zugängen.

Es gibt eine dritte Option: das Terminal, in dem Claude Code läuft, in die macOS-Seatbelt-Sandbox legen. Die Zugriffsgrenzen legst du vor dem Start fest — danach arbeitet der Agent ohne Rückfrage, aber nur innerhalb dieser Grenzen.

Die Idee: nicht das Tool sandboxen, sondern das Terminal

Claude Code läuft in einem Terminal. Sandboxing muss also nicht die KI selbst treffen, sondern die Sitzung darum herum: Ein ScopeShelf-Launcher für dein Terminal (iTerm oder Terminal.app) setzt die Regeln für alles, was darin läuft — Claude Code, Skripte, Hilfsbefehle. Die Regeln liegen dabei nicht in der Session, sondern als wiederverwendbarer Launcher mit sichtbarem Zonen-Modell; das eingebaute Sandboxing von Claude Code bleibt davon unberührt und kann zusätzlich laufen.

Einrichtung Schritt für Schritt

Getestet mit Claude Code 2.1.267 (nativer Installer) auf macOS 26:

# Schreibbar:
~/dein-projektordner          # der Code, an dem die KI arbeitet
~/.claude                     # Claude-Code-Einstellungen und Session-Daten
~/.local/bin                  # nativer Installer: Symlink auf versionierte Binaries
~/.local/share/claude         # nativer Installer: die eigentlichen Binaries

# Einzelne Dateien (werden als solche freigegeben, nicht als Ordner):
~/.claude.json                # globale Config
~/.gitconfig                  # optional: git-Identität für Commits

Lieber per CLI?

# Launcher anlegen
scopeshelf add "Terminal Claude" --app /Applications/iTerm.app \
  --write ~/repos/mein-projekt --write ~/.claude --write ~/.local/bin \
  --write ~/.local/share/claude
# Dateien gehen über den GUI-Picker oder direkt im Launcher-Editor;
# das Profil vorab ansehen:
scopeshelf dry terminal-claude
# Starten:
scopeshelf run terminal-claude

Der Schutztest (so haben wir es verifiziert)

Im gesandboxten Terminal:

claude --version        # läuft normal
cat ~/.ssh/config       # Operation not permitted — der Ordner existiert für die Sitzung nicht
cat ~/.zshrc            # ebenfalls unsichtbar

Alles andere in deinem Benutzerordner ist für die Sitzung komplett unsichtbar — nicht „bitte nicht anfassen", sondern vom Kernel verweigert. Versucht ein Prozess doch darauf zuzugreifen, blockiert macOS und ScopeShelfs Protokoll zeigt dir den Versuch (Operation, Pfad, wie oft).

Die ehrlichen Grenzen

Fazit

Statt jede Aktion einzeln zu bestätigen — oder mit --dangerously-skip-permissions alles zu öffnen — begrenzt du den Dateizugriff einmal vor dem Start und lässt Claude Code darin arbeiten. Die Grenzen sind sichtbar, wiederverwendbar und gelten genauso für Codex oder jedes andere Tool, das du im selben Terminal startest.

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